BERLIN LEUCHTET

#SIGHTRUNNING in Berlin.

Immerhin: 7.554 Mal wurde der Hashtag #Sightrunning auf Instagram schon genutzt. Ich bin also nicht ganz allein mit meiner Idee, mir die interessanten Ecken und Sehenswürdigkeiten einer Stadt laufenderweise zu erschließen.

Kein Wunder: Eignet sie sich doch hervorragend, auf Städtetrips oder Geschäftsreisen in Form und Bewegung zu bleiben und – zumindest bei mir – die Leidenschaft fürs Entdecken, Fotografieren und Instagramisieren zu verbinden.

Ein Tipp vorab: Informiert Euch ein klein wenig im Voraus über mögliche Ziele und Strecken. Nichts ist zwar spannender, als einfach so loszulaufen. Aber eine geringere Frustrationsquote in Sachen Strecke und Etappenziele hat man natürlich mit etwas Vorbereitung. Außerdem ist die Vorfreude auf einen ganz normalen Businesstrip noch einen Tick höher, wenn man weiß was einen erwartet in der „Ich-Zeit“ nach all den Meetings, Telefonaten und Emails.

Etwas Planung im Voraus kann sich lohnen.

Ist Laufen auf Asphalt OK, oder soll es lieber ins Grüne gehen? Soll‘s historisch werden, lieber architektonisch, industriell, künstlerisch, alles zusammen, oder nichts davon? Gibt´s ein „Must-See“ – etwas, das man hier nicht verpassen sollte?

Wer‘s ganz professionell angehen will, kann gleich nach entsprechend läuferfreundlichen Hotels recherchieren. In Edinburgh wurden mir sogar einmal GPS-Tracks unterschiedlicher Länge, Isodrinks und Snacks angeboten. An einer extra für Läufer eingerichteten „Running-Bar“ im Foyer, wohlgemerkt. Doch das ist wohl eher die Ausnahme. Ständig gute Tipps für Laufrouten um die Ecke haben hingegen internationale Apps und Plattformen wie Suunto, Strava und Co. Außerdem bieten manche Städte zwischenzeitlich eigene Apps mit aktuellen Themenschwerpunkten und Touren an. Etwas Planung kann sich also durchaus lohnen.

Heute Abend soll es leuchten.

Ein kurzer Zwischenruf: Konzentriert Euch beim #SIGHTRUNNING fairerweise auf Outdoorziele. Nicht alle Galerien haben Verständnis für verschwitzte und nicht mehr ganz „saubere“ Gäste… 😉

Dieses Mal also Berlin. Die einzige deutsche Stadt, die es schafft, dass ich mich binnen fünf Minuten wie ein Landei fühle. Aber egal: Heute Abend soll es leuchten, werden im Rahmen des „Festival of Lights“ einige Wahrzeichen der Stadt künstlerisch illuminiert. Vorher geht’s jedoch „zur Macht“: Seit jeher fasziniert mich im Regierungsviertel die Mixtur aus Geschichte, Gegenwart und Architektur. Zudem inspiriert mich die Atmosphäre rund um den Potsdamer Platz. Und die überdachte Freifläche im Sony Center ist eigentlich immer für einen kurzen Cappuccino gut.
Da sich die App „Berliner Mauer“ nicht so Recht mit meinem Handy vertragen möchte, beschließe ich den damit geplanten Historytrip kurzerhand auf einen Abstecher zum nahegelegenen Holocaust-Denkmal zu reduzieren. Die Zeit ist eh schon fortgeschritten. Und am nebenstehenden Brandenburger Tor beginnen die ersten Lichttests für die Lasershow.

Ach ja, eins noch: Joschka Fischer wurde als frisch gebackener Außenminister einmal gefragt, was sich seit seiner Amtsübernahme in seinem Leben denn eigentlich verändert hätte. „Hm“, war seine etwas launige Antwort, „meine Laufrouten sind internationaler geworden.“ In diesem Sinne: Lauft los.

P.S. Die hierzulande wohl einzige Hotelkette mit expliziten Laufstrecken-Angeboten rund um ihre Häuser ist wohl Best Western. Hier mehr davon.

Autor und Fotograf: Markus

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