CORONA, ODER: NACH DER KRISE ZEIGT SICH DEIN WAHRES GESICHT

Noch nie seit dem Krieg wurde unsere Gesellschaft derart von außen zu Verhaltensänderungen gezwungen wie aktuell. Dadurch werden Tatsachen geschaffen. Mit bleibenden strukturellen Folgen. Auch und vor allem, weil sich bereits bestehende (Digitalisierungs-) Trends und Entwicklungen nun dramatisch beschleunigen – mit Corona als Turbo. Jeder, der für sich und andere Verantwortung trägt, tut somit gut daran sich zu überlegen, was das für ihn heißt. Einige Betrachtungen aus der Sicht eines leidenschaftlichen Politologen und Werbers*:
 

ARBEITEN

Arbeitgeber merken aktuell in aller Breite, dass Homeoffice – wo organisatorisch möglich – niemandem schadet. Ja, sogar teuren Büroplatz erspart. Die Strukturen dazu werden, wo noch nicht vorhanden, überall gezwungenermaßen und in Windeseile aufgebaut. Sie werden bleiben und unsere Organisationsformen bzw. -Optionen nachhaltig verändern. Mögliche positive Folgen: Familiengerechtere Arbeitsstrukturen, weniger Berufsverkehr, weniger CO2.

Arbeiten
ARBEITEN
Arbeiten

Arbeitgeber merken aktuell in aller Breite, dass Homeoffice – wo organisatorisch möglich – niemandem schadet. Ja, sogar teuren Büroplatz erspart. Die Strukturen dazu werden, wo noch nicht vorhanden, überall gezwungenermaßen und in Windeseile aufgebaut. Sie werden bleiben und unsere Organisationsformen bzw. -Optionen nachhaltig verändern. Mögliche positive Folgen: Familiengerechtere Arbeitsstrukturen, weniger Berufsverkehr, weniger CO2.

Treffen

TREFFEN

Wir sind soziale Wesen und die treffen sich nun mal gern. Das wird bleiben. Ebenso wie Events, die emotionale Mehrwerte bieten. Geht es jedoch um reine Sachthemen, die zwischen sich bereits bekannten Akteuren vorangebracht werden müssen, wird man sich an die Zeit erinnern, in der auch ohne Meetings gute Ergebnisse erzielt wurden. Telkos, Webex, E-Meetings – sie alle sparen Kosten, Zeit und CO2. Dazu werden sich große Veranstaltungsformate künftig krisensicher(er) aufstellen wollen. Vielleicht werden manche von Ihnen künftig kleiner, mobiler, serieller oder regionaler ausfallen. Ganz sicher jedoch werden alle versuchen, ihre virtuellen Teilnahme-Angebote auszubauen, um im Krisenfall wenigstens hier handlungsfähig und wirtschaftlich zu bleiben. Parallel wird die Markenkommunikation verstärkt auf resilientere Kommunikationswege setzen, die im Zweifel auch ohne Events auskommen: Online, Social Media und Co. werden an Bedeutung gegenüber anderen Kanälen weiter zulegen. On top werden neue Dienstleistungen und Plattformen entstehen, die uns hybridere Kommunikationsstrategien ermöglichen.

TREFFEN

Treffen

Wir sind soziale Wesen und die treffen sich nun mal gern. Das wird bleiben. Ebenso wie Events, die emotionale Mehrwerte bieten. Geht es jedoch um reine Sachthemen, die zwischen sich bereits bekannten Akteuren vorangebracht werden müssen, wird man sich an die Zeit erinnern, in der auch ohne Meetings gute Ergebnisse erzielt wurden. Telkos, Webex, E-Meetings – sie alle sparen Kosten, Zeit und CO2. Dazu werden sich große Veranstaltungsformate künftig krisensicher(er) aufstellen wollen. Vielleicht werden manche von Ihnen künftig kleiner, mobiler, serieller oder regionaler ausfallen. Ganz sicher jedoch werden alle versuchen, ihre virtuellen Teilnahme-Angebote auszubauen, um im Krisenfall wenigstens hier handlungsfähig und wirtschaftlich zu bleiben. Parallel wird die Markenkommunikation verstärkt auf resilientere Kommunikationswege setzen, die im Zweifel auch ohne Events auskommen: Online, Social Media und Co. werden an Bedeutung gegenüber anderen Kanälen weiter zulegen. On top werden neue Dienstleistungen und Plattformen entstehen, die uns hybridere Kommunikationsstrategien ermöglichen.

SHOPPEN

Die Leute bleiben wegen Corona zwar zuhause, aber sie hören nicht auf einzukaufen. Zumindest, solange das Geld da ist. Mit der Folge, dass Onlineshopping zunehmen und damit verbundene Verhaltensmuster gelernt bzw. verstärkt werden. Einzelhändler, die in der Krise rasch einen Onlineshop hochgezogen haben, werden diesen Kanal sinnvollerweise auch nach dem Lockdown beibehalten oder sogar weiter ausbauen. Diejenigen Ladengeschäfte hingegen, welche die aktuelle Situation trotz derartiger Maßnahmen nicht überstehen, werden dauerhaft aus den Städten verschwinden und von großen Ketten ersetzt. Amazon, DHL und Co. werden (noch) mächtiger. Viele Menschen, die aus Angst vor Infektionen die nächsten Monate von Scheinen und Münzen auf bargeldlosen Zahlungsverkehr umschwenken, werden die damit verbundenen Vorteile schätzen lernen und ihre Gewohnheiten später beibehalten.

Shoppen

SHOPPEN

Shoppen

Die Leute bleiben wegen Corona zwar zuhause, aber sie hören nicht auf einzukaufen. Zumindest, solange das Geld da ist. Mit der Folge, dass Onlineshopping zunehmen und damit verbundene Verhaltensmuster gelernt bzw. verstärkt werden. Einzelhändler, die in der Krise rasch einen Onlineshop hochgezogen haben, werden diesen Kanal sinnvollerweise auch nach dem Lockdown beibehalten oder sogar weiter ausbauen. Diejenigen Ladengeschäfte hingegen, welche die aktuelle Situation trotz derartiger Maßnahmen nicht überstehen, werden dauerhaft aus den Städten verschwinden und von großen Ketten ersetzt. Amazon, DHL und Co. werden (noch) mächtiger. Viele Menschen, die aus Angst vor Infektionen die nächsten Monate von Scheinen und Münzen auf bargeldlosen Zahlungsverkehr umschwenken, werden die damit verbundenen Vorteile schätzen lernen und ihre Gewohnheiten später beibehalten.

Wirtschaft

WIRTSCHAFT

Die wirtschaftliche Globalisierung wird – Stichwort Medikamentenproduktion in China – in sensiblen Bereichen ein Stück weit zurückgedreht. So wie heute bereits das Nachhaltigkeitskriterium bei vielen Angeboten ein Thema ist, wird es bald auch der Faktor Krisensicherheit sein. Das wird manche Leistungen verteuern, etwa aus dem Bereich Gesundheit. Das birgt sozialen Sprengstoff. Arbeitsplätze, die jetzt während der Krise in zukunftskritischen Bereichen wie etwa der Verbrennungsmotorproduktion wegfallen, werden dort verschwunden bleiben. Durch zu erwartende Pleitewellen werden manche Wirtschaftssektoren bald von Abnehmer- zu Anbietermärkten. China wird systembedingt nach einer kurzen Erholungszeit wirtschaftlich und politisch mit aller Macht zurückkommen. Mit allen damit für uns verbundenen Vorteilen und Herausforderungen.

WIRTSCHAFT

Wirtschaft

Die wirtschaftliche Globalisierung wird – Stichwort Medikamentenproduktion in China – in sensiblen Bereichen ein Stück weit zurückgedreht. So wie heute bereits das Nachhaltigkeitskriterium bei vielen Angeboten ein Thema ist, wird es bald auch der Faktor Krisensicherheit sein. Das wird manche Leistungen verteuern, etwa aus dem Bereich Gesundheit. Das birgt sozialen Sprengstoff. Arbeitsplätze, die jetzt während der Krise in zukunftskritischen Bereichen wie etwa der Verbrennungsmotorproduktion wegfallen, werden dort verschwunden bleiben. Durch zu erwartende Pleitewellen werden manche Wirtschaftssektoren bald von Abnehmer- zu Anbietermärkten. China wird systembedingt nach einer kurzen Erholungszeit wirtschaftlich und politisch mit aller Macht zurückkommen. Mit allen damit für uns verbundenen Vorteilen und Herausforderungen.

UMWELT

Kaum fährt das öffentliche und wirtschaftliche Leben runter, verbessern sich Schadstoff- und Grenzwerte und mehren sich positive Meldungen über die damit verbundenen Umweltfolgen. Kaum lockert sich der Würgegriff unserer Zivilisation, schon kommen die Fische in die Lagune von Venedig zurück. Die wahrgenommene Erholung der Natur: Sie erfolgt überraschend schnell. Das könnte künftigen Umweltdiskussionen eine völlig andere Dynamik verleihen und so manche positiven Prozesse weiter beschleunigen. Niemand kann mehr sagen, unsere Verhaltensweisen hätten keinen direkten Einfluss auf die Umwelt. Niemand kann mehr behaupten, für entsprechend wirksame Maßnahmen wäre es eh zu spät.

Umwelt

UMWELT

Umwelt

Kaum fährt das öffentliche und wirtschaftliche Leben runter, verbessern sich Schadstoff- und Grenzwerte und mehren sich positive Meldungen über die damit verbundenen Umweltfolgen. Kaum lockert sich der Würgegriff unserer Zivilisation, schon kommen die Fische in die Lagune von Venedig zurück. Die wahrgenommene Erholung der Natur: Sie erfolgt überraschend schnell. Das könnte künftigen Umweltdiskussionen eine völlig andere Dynamik verleihen und so manche positiven Prozesse weiter beschleunigen. Niemand kann mehr sagen, unsere Verhaltensweisen hätten keinen direkten Einfluss auf die Umwelt. Niemand kann mehr behaupten, für entsprechend wirksame Maßnahmen wäre es eh zu spät.

Politik

POLITIK

Staaten, die aktuell bei der Krisenbewältigung gute Erfahrungen miteinander gemacht haben, werden ihre Zusammenarbeit weiter vertiefen. Darüber hinaus wird das Prinzip der kurzfristig organisierbaren „coalition of the willing“ eine Renaissance erfahren und damit eher starre Staatenbünde weiter unter Druck bringen – Thema „Europa der verschiedenen Geschwindigkeiten“. National wird der Druck von rechts in dem Maße steigen, wie die Migrationsthematik in den Augen breiter Bevölkerungsschichten weiterhin ungelöst bleibt. Verstärkt durch die Angst ganz normaler Bürger vor migrationsbedingten Hygienerisiken. Inwieweit der unglaubliche Impact eines vergleichsweise “harmlosen” Virus auf unsere Gesellschaften künftige Terrorplaner inspiriert, bleibt abzuwarten.

POLITIK

Politik

Staaten, die aktuell bei der Krisenbewältigung gute Erfahrungen miteinander gemacht haben, werden ihre Zusammenarbeit weiter vertiefen. Darüber hinaus wird das Prinzip der kurzfristig organisierbaren „coalition of the willing“ eine Renaissance erfahren und damit eher starre Staatenbünde weiter unter Druck bringen – Thema „Europa der verschiedenen Geschwindigkeiten“. National wird der Druck von rechts in dem Maße steigen, wie die Migrationsthematik in den Augen breiter Bevölkerungsschichten weiterhin ungelöst bleibt. Verstärkt durch die Angst ganz normaler Bürger vor migrationsbedingten Hygienerisiken. Inwieweit der unglaubliche Impact eines vergleichsweise “harmlosen” Virus auf unsere Gesellschaften künftige Terrorplaner inspiriert, bleibt abzuwarten.

KURZ

Corona ist – als würde das noch nicht ausreichen – deutlich mehr als ein ansteckender Virus und berechtigter Anlass zur Sorge um unsere Lieben, unsere Mitmenschen, oder gar uns selbst. COVID-19 wird die Art und Weise wie wir künftig zusammenleben grundlegend verändern. Wie, ob eher zum Guten oder doch zum Schlechten: Das werden wir alle ein Stück weit selbst in der Hand haben.
Was werden wir aus alldem für die Zukunft lernen? Wie kreativ werden wir mit den veränderten Rahmenbedingungen umgehen? Unser wahres Gesicht wird sich nicht nur – wie laut Helmut Schmitt – in, sondern wohl vor allem NACH der Krise zeigen.
Ich geh’ jetzt Händewaschen.

Cororna

KURZ

Cororna

Corona ist – als würde das noch nicht ausreichen – deutlich mehr als ein ansteckender Virus und berechtigter Anlass zur Sorge um unsere Lieben, unsere Mitmenschen, oder gar uns selbst. COVID-19 wird die Art und Weise wie wir künftig zusammenleben grundlegend verändern. Wie, ob eher zum Guten oder doch zum Schlechten: Das werden wir alle ein Stück weit selbst in der Hand haben.
Was werden wir aus alldem für die Zukunft lernen? Wie kreativ werden wir mit den veränderten Rahmenbedingungen umgehen? Unser wahres Gesicht wird sich nicht nur – wie laut Helmut Schmitt – in, sondern wohl vor allem NACH der Krise zeigen.
Ich geh’ jetzt Händewaschen.

Markus2

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Markus Schaumlöffel, Politologe und CEO der Agentur proteco | EXPEDITION MARKE

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Markus2

Markus Schaumlöffel, Politologe und CEO der Agentur proteco | EXPEDITION MARKE