DER TRANSALPINE RUN 2018
- I HAD A DREAM -

Es wäre so schön gewesen: Sieben Tage im Team mit dem Höhenbergsteiger Nicolas Scheidtweiler (siehe unsere Kampagne #weltderdaecher) im Laufschritt über die Alpen. Mit 255 Kilometern und 16.500 Höhenmeter für uns beide sicher eine der bislang größten sportlichen Herausforderungen.

Doch daraus wird nun nichts. Der Transalpine Run wird für mich bis auf weiteres ein Traum bleiben. Denn nachdem ich seit Mitte April nicht wirklich schmerzfrei trainieren bzw. laufen konnte (ich berichtete), habe ich mich nun noch einmal von Grund auf durchchecken lassen.

Das Ergebnis des MRT (siehe Bild links): Keine Sehnenentzündung am Adduktor, sondern ein Ermüdungsbruch des Schambeins im gleichen Bereich. Nun ist auch klar, warum die Schmerzen beim Laufen im Flachen trotz all der Medikamente nie wirklich abgeklungen waren.

Die Kondition war immer da, die Form war auch im Anmarsch, aber: Ich habe wohl schlicht die Anpassungsdauer der Strukturen (Knorpel, Sehnen, Knochen) vom Biken ans Laufen unterschätzt und zu früh die Belastung bzw. Umfänge hochgefahren. Mein Fehler. Schleierhaft ist mir allerdings, wie ich mit alldem problemlos radeln konnte, aber gut: Das darf ich laut Doc ja auch weiterhin tun, wenn ich es nicht übertreibe.

Nur mit dem Laufen soll ich Ruhe geben, bis der Bruch verheilt ist. Und da dies nicht vor September – dem Start des Transalpine Runs – passieren wird, wäre bei einer Teilnahme das Risiko einer erneuten Verletzung einfach zu groß. I had a dream …

All das Training, die Mühen, die Gewichtsreduktion um weit mehr als 10 Kilo: Vorerst umsonst. Was Ihr und ich an Erlebnissen, Bildern und Berichten verpasst habt, seht Ihr hier nochmals in Form einer von unserem Partner Marmotamaps gestalteten Karte – zum Haare raufen!

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2.9. bis 8.9.2018

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7 Etappen

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3 Länder

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300 Teams

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255,4 km

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16.398 Hm im Aufstieg

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16.532 Hm im Abstieg

Am meisten leid tut mir das Ganze aber für Nico. Als „alter“ Läufer hatte er wieder voll zu trainieren begonnen und stand formmäßig wirklich prächtig im Saft. Aber es ist, wie er sagte: „Mach Dir nix draus. Wir werden irgendwas neues Verrücktes finden!“

In diesem Sinne,
Euer Markus

Bleiben trotz Transalpine Run-Enttäuschung ein Abenteuer-Team: Markus (links) und Nico (rechts)